Temporale Nebensätze werden mit den Subjunktionen „als“, „bevor“, „bis“, „nachdem“, „sobald“, „solange“, „während“ oder „wenn“ eingeleitet. Sie dienen der zeitlichen Anordnung eines Ereignisses oder mehrerer Ereignisse.
Temporale Nebensätze mit „als“ beschreiben einmalige Ereignisse in der Vergangenheit (siehe dazu auch die Subjunktion „wenn“, mit der mehrmalige Ereignisse in der Vergangenheit ausgedrückt werden).
Temporale Nebensätze mit „bevor“ beschreiben Handlungen, die nach der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Nachzeitigkeit ausgedrückt. Die Nachzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.
Temporale Nebensätze mit „bis“ beschreiben Handlungen, die nach der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Nachzeitigkeit ausgedrückt. Die Nachzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.
Temporalsätze mit „nachdem“ beschreiben Handlungen, die vor der Handlung des Hauptsatzes liegen. Mit diesen Nebensätzen wird Vorzeitigkeit ausgedrückt. Die Vorzeitigkeit wird durch unterschiedliche Tempusformen im Haupt- und Nebensatz markiert.
Temporale Nebensätze mit „sobald“ drücken eine Handlung oder ein Ereignis aus, die/das vor der Handlung oder dem Ereignis des Hauptsatzes liegen. Das Ereignis des Nebensatzes liegt zeitlich vor dem Ereignis des Hauptsatzes.
Temporale Nebensätze mit „solange“ drücken ein Ereignis aus, das gleichzeitig zu dem Ereignis des Hauptsatzes erfolgt. Eine Besonderheit dieser Nebensätze ist, dass sie das Ende beider Handlungen hervorheben.
Um zwei gleichzeitig ablaufende Handlungen auszudrücken, benutzt man Temporalsätze mit „während“.
Temporale Nebensätze mit „wenn“ beschreiben einmalige Ereignisse in der Gegenwart oder in der Zukunft.
Darüber hinaus werden Temporalsätze mit „wenn“ genutzt, um mehrmalige Ereignisse in der Vergangenheit zu beschreiben.