Die meisten kennen das Pronomen es als Personalpronomen. In dieser Funktion steht es stellvertretend für neutrale Nomen, wie z. B. im folgenden Beispiel: Wem gehört das Auto in der Einfahrt? Es gehört meiner Freundin. In diesem Beispiel steht es anstelle des Nomens bzw. der Nominalphrase das Auto. Das Pronomen es steht in diesem Beispiel stellvertretend für ein bereits genanntes Nomen.
Das Pronomen es übernimmt in der deutschen Sprache verschiedene Funktionen:
Das Pronomen „es“ steht als Stellvertreter für ein neutrales Nomen. Es kann im Nominativ oder Akkusativ stehen.
Bei manchen Verben, sog. nullstelligen Verben, sowie unpersönlichen Konstruktionen besetzt „es“ die Funktion eines formalen Subjekts oder Objekts. Besonders häufig findet man es als formales Subjekt bei Witterungsverben oder Geräuschverben vor: Es regnet, es schneit oder es klingelt, es quietscht, etc.
Manchmal steht es am Satzanfang, um die 1. Position des Satzes zu besetzen. Dies ist z. B. der Fall in subjektlosen Passivsätzen oder in Sätzen, in denen ein Satzglied von der 1. Position ins Mittelfeld des Satzes (nach dem konjugierten Verb) geschoben wurde.
Konstruktionen mit sein und einem Adjektiv stehen häufig mit es als Korrelat. In dieser Funktion, nämlich als Korrelat-es, bezieht sich es auf einen folgenden Nebensatz. Der Nebensatz selbst kann eine Nominativ- (1 – 4) und Akkusativergänzung (5) sein. Besonders ist hierbei, dass es nicht am Satzanfang stehen kann, wenn es sich auf einen Ergänzungssatz im Akkusativ bezieht (siehe Beispiel 5).