Als Komparation bezeichnet man die grammatische Eigenschaft von Adjektiven, Steigerungsformen bilden zu können.
Adjektive haben zwei Steigerungsstufen, den Komparativ (1. Steigerungsstufe) sowie den Superlativ (2. Steigerungsstufe). Die “normale” Form bzw. Grundform eines Adjektivs nennt man Positiv.
Es gibt folglich drei Formen:
Man bildet die Steigerungsformen, indem man die Endungen -er zur Bildung des Komparativs oder -en zur Bildung des Superlativs an die Grundform anhängt. Vor dem Superlativ steht “am”, wenn die 2. Steigerungsform prädikativ (z. B. Er ist am kleinsten.) gebraucht wird.
Beispiel: klein (Positiv) – kleiner (Komparativ) – am kleinsten (Superlativ)
Bei einigen Adjektiven mit einem umlautfähigen Vokal gibt es einen Umlaut im Komparativ und Superlativ. Darunter fallen z. B. Adjektive wie jung, alt oder groß.
Beispiele:
Zudem gibt es einige besondere Formen, die man gesondert lernen muss. Zu dieser Gruppe gehörten Adjektive wie z. B. gut, viel oder hoch.
Beispiele:
Des Weiteren ist zu beachten, dass bei einigen Adjektiven auf -er/-el das -e der Grundform bei der Bildung des Komparativs wegfällt.
Beispiele:
Ähnliches ist bei Adjektiven mit den Endungen -s, -sch, -ß, -z, -x, -t, -d zu beachten. Statt einen Laut wegzulassen, kommt bei der Bildung des Superlativs ein -e hinzu. Das erleichtert zudem die Aussprache der 2. Steigerungsform.
Beispiele:
Adjektive können attributiv, adverbial sowie prädikativ gebraucht werden.
In attributiver Verwendung stehen sie vor einem Nomen. Sie bestimmen dieses Nomen dann näher. In dieser Verwendung muss man das Adjektiv deklinieren, d. h. man muss die Endung des Adjektivs an das Genus, den Numerus und Kasus des Nomens anpassen. Zudem muss man beachten, was vor dem Adjektiv steht, da ein Adjektiv stark (Satz 2), schwach (Satz 1) oder gemischt (Satz 3) dekliniert werden kann.
Beispiel:
In adverbialer sowie prädikativer Verwendung wird das Adjektiv nicht dekliniert.
Beispiele: