Den Konjunktiv I der Gegenwart bildet man durch das Anfügen der Verbendungen -e, -est, -e, -en, -et, -en an den Verbstamm.
machen | können | dürfen | müssen | wollen | sollen | haben | sein | |
ich | (mach-e) | könne | dürfe | müsse | wolle | solle | (habe) | sei |
du | mach-est | könnest | dürfest | müssest | wollest | sollest | habest | sei(e)st |
er/sie/es | mach-e | könne | dürfe | müsse | wolle | solle | habe | sei |
wir | (mach-en) | (können) | (dürfen) | (müssen) | (wollen) | (sollen) | (haben) | seien |
ihr | mach-et | könnet | dürfet | müsset | wollet | sollet | habet | seiet |
sie/Sie | (mach-en) | (können) | (dürfen) | (müssen) | (wollen) | (sollen) | (haben) | seien |
Wenn die Formen im Indikativ und Konjunktiv I gleich sind, verwendet man den Konjunktiv II oder die Ersatzform würde + Infinitiv. In der Tabelle sind die Formen in Klammer gesetzt.
Beispiel:
Direkte Rede: “Sie haben noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden”, sagte er.
Indirekte Rede: Er sagte, sie hätten (nicht: haben) noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.
(1) Zur Redewiedergabe werden häufig redeeinleitende Verben und Wendungen gebraucht:
erklärte, erwiderte, fügte hinzu, kritisierte, lobte, meinte, merkte an, teilte mit | war der Meinung / Auffassung
(2) Diese stehen oft in Kombination mit einem dass-Satz: Er merkte an, dass sich die politische Lage zuspitze.
(3) Perspektivenwechsel: Pronomen, Temporal- und Lokalangaben werden sinngemäß verändert:
„Ich weise jede Anschuldigung zurück und werde mich morgen der Presse stellen“.
Sie/Er kündigte gestern an, dass sie/er jede Anweisung zurückweise und sich noch heute der Presse stellen werde.